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Lyme Borreliose
Gleich vorweg: Gegen Lyme Borreliose kann man sich nur selber schützen, es gibt keine Impfung!
Der Lyme Borreliose sollte ebensoviel wie eher mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden wie FSME weil:
- Es für Lyme Borreliose keine wirkungsvolle Impfung gibt
- Lyme Borreliose infizierte Zecken rund 500x häufiger sind als FSME-Träger
- Die Folgen genau so schlimm sein können
- Es keine Lebenslange Immunität gibt nach einer Infizierung
Man geht davon aus dass in der Schweiz jede 3. Zecke Träger des Lyme Borreliose-Bakteriums (Borrelia burgdorferi) ist. Lyme ist überigens eine Ortschaft im US-Bundesstaat Connecticut, in welchem in den 70er Jahren das erste Mal diese Krankheit beschrieben wurde. Der Erreger wurde als "Borrelia burgdorferi" nach seinem Entdecker Willy Burgdorfer, einem Schweizer benannt, der die Bakterien 1982 entdeckte. In den USA wird die Lyme Borreliose durch eine andere Zeckenart ( Ixodes dammini) übertragen.
Anders als bei FSME wird die Krankheit nicht gleich beim Stich übertragen, sondern erst wenn die Zecke sich mehrere Stunden auf der Person befindet. Dies kommt daher dass sich die Bakterien in den Verdauungsorganen der Zecke befinden. Erst wenn die Zecke Blut gesaugt hat und sich quasi übergibt werden die Bakterien in den Organismus des Menschen geschwemmt. Stechen und saugen alleine reicht also nicht um die Krankheit zu übertragen. Daher ist es wichtig sich nach jeder Cachetour gründlich zu untersuchen und allenfalls schon festsitzende Zecken zu entfernen.
In der Schweiz werden jährlich 3000-5000 Personen mit den Borrelien-Bakterien infisziert. Die Tendenz ist stark steigend!
Es gibt keinen Schutz ausser denjenigen dass man sich selber möglichst gut vor Zecken schützt (siehe Wie schütze ich mich am Besten?)!
Da die Borreliose überall in der Schweiz gleich häuftig vorkommt, empfiehlt sich ein Schutz überall, egal ob man sich nun in einem Zeckenhochburggebiet befindet oder eher dort wo es weniger Zecken hat. Wichtig ist: Es hat überall in den tieferen Lagen Zecken und ein einziger Biss kann reichen um für immer schwere Schäden zu verursachen.
Meist verläuft eine Infektion mit Lyme Borreliose problemlos und der Körper kann sie selber verarbeiten. Ist dies nicht der Fall, wird es problematisch.. Es wird in jedem Fall geraten, bei einem Verdacht auf eine Borreliose eine Behandlung mit Antibiotika durchzuführen. Denn eine Borreliose kann ähnlich wie die Syphilis auch fortschreitend und langwierig verlaufen. In der Regel treten dann schwere Erkrankungen auf, die sich im Laufe der Jahre zunehmend verschlimmern.
Krankheitsverlauf
Die Lyme Borreliose kann vielerlei Auswirkungen auf den gesammten Körper haben. Etwa 20% der unbehandelten Patienten leiden an Langzeitschäden.
| Im ersten Stadium der Infektion kann es nach 5-30 Tagen zur sogenannten Wanderröte (Erythema migrans ) kommen. Diese Wanderröte ist ein sicheres Zeichen dass man mit Borrelien infisziert ist wenn man zuvor eine Zecke auf sich getragen hat. Aber Achtung: Diese Wanderröte tritz zwar häufig bei Infektionen auf, muss aber nicht unbedingt in Erscheinung treten! Es gibt auch Patienten bei welchen die Wanderröte ausbleibt (ich selber hatte die Wanderröte auch nicht)! In diesem Stadium kann sehr gut mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings muss es ein hochdosiertes Mittel sein, welches über mehrere Wochen eingenommen werden muss. Bei Wanderröte ist also unverzüglich der Arzt aufzusuchen um sich vor Spätfolgen schützen zu können! |
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Das zweite Stadium äussert sich in grippeähnlichen Symptomen. Nun hat sich der Erreger schon im Körper ausgeweitet und beginnt Organe, Gelenke, Muskeln und Nervensystem zu befallen. Symptomatisch für diese Phase sind auch starke Schweissausbrüche. Vor allem das Herz wird schnell angegriffen und Herzstörungen treten auf. Auch durch das Nevensystem bedingte Lähmungen (vor allem im Gesicht) sowie Gelenkschmerzen sind typisch für dieses Stadium.
Der Körper ist nun bereits nicht mehr in der Lage sich gegen die Borrelien durch zu setzen, da sich diese nicht mehr nur noch in der Blutbahn befinden, sondern im Bindegewebe abgesetzt haben. Lyme Borreliose kann noch viele weitere Symptome bewirken welche hier gar nicht alle aufgezählt werden können. Durch die Unmenge an Symptomen ist es auch schwierig eine Lyme Borreliose sofort zu diagnostizieren. Der Arzt ist deshalb unbedingt zu informieren dass man allenfalls an Borreliose leiden könnte. Einige Ärzte werden nach der Wanderröte zuvor fragen und wenn man dies verneint, es dann als "keine Borreliose" abtun. Bestehen sie aber auf einen Test, welcher zwar auch nicht 100% sichere Ergebnisse liefert, aber doch inzwischen als zuverlässig gilt. Schlucken Sie lieber einmal zu viel Antibiotika als zu wenig!
Das 3. Stadium ist dann das der chronischen Infektion. Krankheiten der Sinnesorgane, des Herzes, des Kreislaufs, der Nerven und der Gelenke und Muskeln werden chronisch. Die Patienten können meist kein normales und schmerzfreies Leben mehr führen.
Wer sich noch mehr informieren möchte was die Lyme Borreliose alles für Symptome haben kann, besucht die folgende Webseite
http://www.ariplex.com/lyme/lymbleix.htm
Krankheitsgeschichte eines an Borreliose erkrankten Brommbeerpflückers
Unwissen schützt vor Krankheit nicht! Schütz Dich und im Zweifelsfall sofort zum Arzt!



