Geocacher.ch  

Stell Dir vor es ist der weltgrösste Geocacherevent und um diesen rum werden speziell 6 Caches ausgelegt in welchen man Jasskarten rausholen kann, welche man dann am Event in Löslis umtauschen kann. Klar dass jeder Cacher der an den Event geht auch noch zuvor diese Caches absolviert. In der sonst doch ziemlich verlassenen Gegend herrschte auf einmal Hochbetrieb. Vor jedem Cache kam man sich vor wie auf einem Parkplatz und zum loggen musste man anstehen (siehe Bild rechts).

So cachten wir uns langsam zu dem Event hin, welcher auf einer grossen Farm in Wheatland statt fand.
Man musste nicht gross suchen wo der Event war, denn der Parkplatz war schon mit mehreren hundert Cachemobils gefüllt und aus der Ferne hörte man schon das bunte Treiben.

Die Farm war riesig. In unserem Registrierungssack fanden wir auch eine Karte wo eingezeichnet war was man wo auf der Farm findet. Ebenfalls einen Zeitplan um in etwa zu wissen wann welche Veranstaltungen sind. Alleine um sich die Veranstaltungen alle merken zu können hätte man wohl einen Tag gebraucht um es auswendig zu lernen. Es gab Verlosungen, Vorträge, Spiele und vieles mehr. Witzig fand ich noch die Zettel welche jeder erhielt mit der Registration auf welchen jeweils 25 verschiedene Dinge standen wie "Hat schon einen 5*/5* Cache gefunden" oder "Hat mehr als 5000 Caches gefunden". Nun musste man einen Cacher suchen auf welchen das Attribut zutraf und den Zettel von dem unterschreiben lassen. Hatte man dann alle 25 Cacher gefunden, konnte man den Zettel gegen Lose umtauschen. Dadurch kamen viele Cacher miteinander ins Gespräch (wobei das in Amerika eh kein Problem ist, da quatscht einfach jeder Jeden an).
Leider habe ich den Vortrag über GSAK verpasst, war wohl irgendwo mal wieder am quatschen und habe erst viel zu spät bemerkt dass der Vortrag bereits vorüber war.
Durch das riesige Gelände führte auch ein kleines Zügli welches man gegen ein kleines Entgelt benutzen konnte.
Da die Ranch wirklich gross war konnte man wann immer man wollte auch dem Rummel etwas entfliehen und sich ein gemütliches, ruhigeres Plätzchen suchen.

Ein spezieller Teil der Ranch war nur reserviert für spezielle Cachemobile. Der Flowerpowerbus auf der linken Seite des Bildes dürfte auch hier einigen ein Begriff sein, ist er doch auf vielen Coins und Pathtags zu sehen.
Beim Jeep handelt es sich um das Cachermobil von Moosemob, welcher ja letztes Jahr auch die Schweiz besucht hat.
Auch fand man Autos mit riesigen Aufziehschlüsseln drauf oder mit Indianerfedern. Aber eines hatten alle gemeinsam,- sie waren alle trackable, man musste den Trackingcode nur erst finden, was manchmal nicht auf den ersten Blick ersichtlich war.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz in dem riesigen Gelände. Überall hatte es ganz tolle Spielplätze und alleine schon die Vielfalt der Rutschbahnen ist unbeschreiblich. Sehr beliebt bei den Kids war eine Rutschbahn von welcher man aus einem Haus raus direkt ins Heu rutschen konnte.

Aber auch für die grossen Kinder wurden allerlei interessante Aktivitäten geboten. Sehr beliebt war die Suche mit dem Metalldetektor. Ein riesiges Feld wurde dazu mit Metallteilen gespickt und man konnte sich so einen Metalldetektor ausleihen und sich auf die Suche machen. Interessant war mit anzusehen dass meist die Väter oder Männer den Metalldetektor bedienten, wärend Kinder und Frauen fürs Ausgraben der Gegenstände verantwortlich waren.

Eines der Highlights war eine Pokerrunde. 40 Cacher konnten sich im Vorfeld für dieses Pokerturnier anmelden. Der Einsatz bestand aus 3 Geocoins. Der Gewinner sollte dann all diese Geocoins erhalten. Das Pokern dauerte den ganzen Tag hindurch und kurz vor 17Uhr stand dann der glückliche Sieger fest. Auf dem Bild rechts ist er überigens zu sehen, der Mann mit dem violetten Pullover. Da musste ich die Gelegenheit gleich am Schopf packen und mit ihm einen meiner Geocoins tauschen ;)

Auch sehr beliebt war das Goldwaschen, vor allem bei den Kindern.
Damit auch jedes Kind wirklich Gold findet wurde Sand mit Gold vermischt und dann in Säckchen gefüllt. Diese Säckchen wurden nun ins Waschbecken gegeben und somit konnte sich jedes Kind sein Goldnuget (und die waren gar nicht so klein) raus waschen. Die Nugets wurden dann sorgfälltig in kleine Fläschchen mit Flüssigkeit getan und somit konnte jedes Kind (egal ob gross oder klein) das selbst raus gewaschene Gold mit nach Hause nehmen.
Ein ganz kleiner Junge ist total stolz zu mir gekommen und meinte er sei jetzt Millionär und zeigte mir dann mit geblähter Brust sein Goldstück :)

In einer etwas ruhigeren Ecke der Ranch fand man dann einen riesigen Streichelzoo mit allerhand Tieren.

...und, und, und.....was da alles vorhanden war und an Unterhaltung geboten wurde ist gar nicht aufzählbar.

Die Leute waren alle sehr gut drauf und man kam schnell mit diversen Cachern ins Gespräch. Pfusi und ich hatten uns vor dem Abflug am Flughafen noch Schweizerkappen mit blinkendem Schweizerkreuz gekauft. Das war der Renner, immer wieder wurden wir deshalb angesprochen und hatten dadurch Gespräche mit Cachern aus der ganzen Welt. Denn die Kappen verrieten auch unsere Landessprache, so kamen auch Deutsche auf uns zu und meinten dass hier wohl deutsch gesprochen wird.

Natürlich durfte auch Signal der Frosch nicht fehlen. Und wie für Amerika üblich wandelte dieser in Übergrösse durch den Park. Wer ihn fand, konnte ihn natürlich loggen, denn er war ein riesiger TB. Sehr beliebt war es aber bei den Cachern sich mit Signal ablichten zu lassen.
Mir tat die Person etwas leid welche sich in dem Kostüm den ganzen Tag verbergen musste. Allerdings hat er Glück gehabt, das Wetter war eher bewölkt und windig und für die Jahreszeit viel viel zu kalt für diese Gegend.

Überall waren Stände aufgestellt wo es grössere und kleinere Leckereien gab. Das meiste war auch gratis und am Schluss haben sie einem die Popcorn trotzdem noch fast nachgeworfen.

Wenn man mit jemandem sprach wurde man meist nach einem Signatureitem gefragt. Das kennen wir hier in der Schweiz kaum. Das sind irgendwelche selbstgemachten oder kleinen Dinge wo der Cachername drauf steht,- so wie z.b. die Holzplakette welche Happywin in Caches welche er besucht hat legt. Signatureitems sind in Amerika sehr beliebt und werden von den Cachern auch gesammelt. Wie sie eigentlich alles sammeln. Nun, ich habe mich davon etwas anstecken lassen und sammle jetzt halt auch noch Paththags (also liebe Cacher, wer immer einen Pathtag hat und daran keine Freude hat....her damit *ggg*)

Natürlich hatte es auch eine spezielle Station für Trackable Items. Wer immer einen Coin oder TB hier plazieren wollte musste erst mal bei der Registrierung vorbei. Jeder Coin und TB kriegte einen eigenen Zipsack in welchem in Kurzschrift sein Bestimmungsort geschreiben wurde. Für jeden abgegebenen Coin/TB erhielt man einen Coupon. Nun konnte man an die Tausstation. In grossen Kisten waren die TBs/Coins sortiert nach Bestimmungsland hinterlegt. So suchte ich die Europakiste, entnahm so viele TB/Coins wie ich Coupons hatte und machte mich danach damit auf zum Checkout. Um 4Uhr Nachmittags wurden dann die TB/Coins frei gegeben, so dass man keine Coupons mehr brauchte um sie mitzunehmen und innert wenigen Minuten hatten alle trackable Items jemanden gefunden der sie mitnahm.

Natürlich waren auch die Hersteller von verschiedenen Geocachingartikeln vor Ort. So konnte man direkt Coins einkaufen, T-Shirt, Caches und vieles mehr. Gut dass gleich gegenüber der Verkaufsstände mobile Bankomaten montiert wurden ;) ...und ja,- sogar die Schweizer EC-Karte funktionierte an diesen!

Gegen Ende von GeoWoodstock VI gab es dann noch Verpflegungung. 40000 USD (hab ich von Insidern)kostete alleine die Verpflegung der anwesenden Leute. Man muss bedenken dass das gratis abgegeben wurde, niemand der an der GeoWoodstock war musste für das Essen bezahlen!

Und nun muss man es erst mal fertig bringen über 4000 Leute zu verpflegen ohne dass es gross Stau gibt. Nun, die Organisatoren haben auch dies geschafft,- wie auch alles andere reibungslos abgelaufen ist!
Mit der Registrierung erhielt man Essenscoupon in gelb oder rot.

Die gelben Coupons waren vor den Roten dran. An zwei Ecken der Ranch hatte es jeweils zwei Fassstrassen. Man stand an, fasste Teller und dann ging es zu wie im Militär. Der erste legte das Brötchen auf der Teller, der Nächste die Melone, dann wieder ein Anderer schöpfte Salat usw. Bis man durch war. Das war extrem speditiv und lange anstehen musste man nicht. Das Essen war übrigens sehr sehr lecker, es gab Hörnlisalat wie er besser nicht sein könnte (und entgegen amerikanischen Gewohnheiten nicht mit Zucker, sondern mit Essig gemacht). Beim Fleisch konnte man auswählen zwischen Beef und Pouletschenkel und auch bei Dessert und Getränk war die Auswahl gross. Als dann alle das erste mal gegessen hatten durfte man auch noch ein zweites Mal vorbei gehen,- also von diesem Hörnlisalat musste ich doch nochmals etwas holen.

Auch erstaunt hat mich wer denn dort das Essen verteilte. Die Leute von Groundspeak waren ja auch Gäste an der Geowoodstock (ok Brian hat etwas mitorganisiert, aber er war dann schlussendlich nicht dabei....ski fahren will eben gelernt sein). Miss Jenn kennen sicher noch einige von ihrem Schweizerbesuch, wie auch Moosemob. Und auch Jeremy, der Besitzer von Groundspeak hat kräftig mitgearbeitet und Essen ausgeschöpft.

Apropos Jeremy: Wenn ihr schon immer wissen wolltet wem eigentlich Groundspeak gehört,- voila: auf dem Bild nebenan ist Jeremy drauf...natürlich der ohne Schweizer Kappe!

Nun neigte sich GeoWoodstock VI langsam dem Ende zu. Viel zu schnell war die Veranstaltung vorbei. Es war ein super cooler Tag und die Reise in die Staaten hat sich allemal gelohnt. Und eines steht für mich fest: Sollte es nächstes Jahr irgendwie möglich sein, dann bin ich auch an GeoWoodstock VII in BellBuckle (near Nashville) Tennessee wieder dabei!

Das Listing existiert bereits und man kann sich schon anmelden: GC1CG5G

.....und nach GeoWoodstock VI geht es direkt an den nächsten Event am selben Tag, an den Coinevent.

 


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